Mittwoch, 23. August 2017

Briefe von früher

Ich habe da gerade so ein paar alte Briefe gelesen. Und es fällt mir schwer hier mal wieder was zu schreiben. meine Hände zittern und Schlucken klappt auch nicht so richtig. Es ist so viel Zeit vergangen und so wahnsinnig viel passiert, dass man es nicht mal an einem Tag erzählen könnte.

Es ist toll diese alten Sachen zu lesen und sich daran zu erinnern wer man war und was man gefühlt hat. Nicht vergessen zu werden war irgendwie immer das große Ziel. Das ist mir gerade nicht so wichtig. Ein Teil der Spießergesellschaft bin ich aber auch nicht geworden. Ich lebe und arbeite nicht nur so vor mich hin. Ich erlebe alles und das immer wieder. Ich habe das Gefühl mein Leben wird von Jahr zu Jahr aufregender. Gerade soll ich Bodenständig werden und das macht mir vielleicht ein bisschen Angst.

Du hast geschrieben ich war immer nah, egal wie weit ich weg war. Wenn es dir schlecht ging und wenn du glücklich warst, war ich gefühlt immer bei dir. Ich konnte mich an diese Zeilen gar nicht mehr erinnern, aber ich hatte die letzten Jahre ein ähnliches Gefühl. Ich erwarte nichts, ich bin nicht dazu entschlossen, dass sich etwas ändert. Ich schwelge nur in Melancholie und Erinnerungen. Ich wusste vor 6 Jahren nicht, was ich für mein Leben plane und heute weiß ich es irgendwie auch noch nicht. Wichtig ist doch nur, dass wir alle Glücklich sind, auch wenn wir kein Buch zusammen schreiben können.

Das ist aber keinesfalls Resignation. Ich habe noch tausend Geschichten zu erzählen und ich habe noch viel mehr Briefe geschrieben, die ich irgendwann im Leben gern mal abschicken würde, wenn auch nicht gerade jetzt. So sehr habe ich mich also vielleicht doch nicht verändert.

Montag, 21. März 2016

Wo bist du nur?

Wie vom Erdboden verschluckt. Verloren im nichts. Was hinterlassen, etwas an das man sich erinnert, einen Teil dazu beitragen jemand besonderes zu sein. Was wolltest du noch mal? Und was wollte ich jemals? Wie habe ich mir das alles vorgestellt? Auf jeden Fall nicht so. Ich kann nicht glauben wie viel Zeit vergangen ist, doch der Blick auf den Kalender macht es mir immer wieder klar. So lange schon und immer noch. Wo ist der Weg, den ich gehen wollte und wo bist du nur? Wollten wir diesen Weg nicht gemeinsam gehen? Ich habe mich verlaufen. Zwischen Traum und Realität hänge ich in den Seilen und weiß nicht vor und nicht zurück. Ganz nebenbei dreht sich die Zeit weiter und Dinge verändern sich. Es gibt nur eine Sache die sich nicht verändert und das sind meine Gedanken an dich.

Sonntag, 29. November 2015

Gegenwart

Ich hab ehrlich gesagt Angst. Ich habe manchmal Angst davor etwas kaputt zu machen und darum halte ich mich zurück. Wenn ich nichts hätte, was ich zerstören könnte, dann würde ich mich ernsthaft fragen, wieso ich den Kontakt vermeide. Aber selbst wenn es für mich nichts mehr zu zerstören gäbe, gäbe es das für dich immer noch.

Ich habe diesen Text auf meinem Arm und er erinnert mich daran, die Vergangenheit nicht zu vergessen und trotzdem nach vorn zu sehen und in der Gegenwart zu leben. Es ist manchmal eben nicht so einfach. Die Vergangenheit beißt mir zwischendurch in die Schulter und erinnert mich daran, dass da mehr war als einfach nur einer dieser Menschen, die im Leben kommen und gehen.

Wir sind jetzt da wo wir sind und wir sind nur dahin gekommen, weil unser Leben nun mal so abgelaufen ist. Ich will es auch nicht ändern. Ich will nichts davon zurück nehmen und nichts ungeschehen machen, was nicht heißt, dass es mir nicht wahnsinnig Leid tut. Es tut mir vor allem Leid, dass es nicht so sein kann wie ich es mir gern vorstelle. Niemals mehr.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

weg

Ich frage mich: "Warum machst du das?"
Warum bist du weg?
Warum schließt du dich aus?
Warum hast du eine ganz andere Welt?
Warum kann ich dich nirgendwo finden?

Ich sehe überall nur einen Schatten von dir. In meinen Träumen, in der Welt, in unserer Heimat.

Du bist weg als wärst du nie da gewesen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Verbund

Ich frage mich was uns eigentlich verbunden hat und ob es uns immer noch verbindet. Wir hatten nie die gleichen Interessen, wir haben eine andere Art unser Leben zu führen und wir gingen sicher nie in die gleiche Richtung. Ich wollte immer ein bisschen so sein wie du, ich habe dich immer wahnsinnig geschätzt und deine Begeisterungsfähigkeit bewundert. Du hattest Ziele, du wolltest mehr sein. Selbst wenn wir einfach irgendwann ins schwarze Nichts verschwinden wolltest du irgendwas von dir zurück lassen. Das ist es doch. Jemand sollte sich an dich erinnern, das macht uns unsterblich.
Sind wir die, die wir sein wollten? 

Donnerstag, 8. Januar 2015

Vorbei

Für mich ist es wohl nicht vorbei. Du weißt, die Zeit verfliegt verdammt schnell und ich erinnere mich an wunderbare Zeiten. Ich kann die Realität manchmal von den Träumen nicht trennen. Ich weiß nicht, wann mir mein Verstand einen Streich spielt und wann ich mich an die Wirklichkeit erinnere. Manchmal fühlt es sich falsch an und manchmal tut es einfach nur weh.
Rechts rein links raus, ein dumpfer Schlag. Lichter, Schatten, Leere. Verschwommen zieht die Realität vorbei. Kein Ende in Sicht.
Anyway, remember!

Samstag, 6. Dezember 2014

Die Jahre

Wenn ich so zurück blicke auf die letzten beiden Jahre und mir meine Posts so angucke, dann ist ja doch einiges passiert. Vielleicht nicht alles so, wie ich mir das vorgestellt habe, aber es ist was passiert. Ich hätte gar nicht gedacht, dass diese Knie OP Geschichte jetzt schon anderthalb Jahre her ist, genauso wie meine Radtour alleine nach Frankreich, die einfach nur ein Fail war, weil ich nur bis Holland gefahren bin. Meine eigene erste Kunstausstellung in Bremen mit Fotos, die ich immer noch so sehr liebe. Mein Abschlussarbeit, die mich den letzten Nerv gekostet hat und es definitiv Wert war. Der jährliche Urlaub mit meinen Schwestern, dieses mal nach Portugal. Mein Abschluss, die Feier. Ich vermisse euch, meine lieben.

Der Entschluss umzuziehen und mein Studium in einem anderen Land fortzusetzen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal englisch spreche und noch viel weniger hätte ich gedacht, dass ich meinen Master mit Fotografie bestreite. Was wird wohl mal aus mir? Das Jahr kann nur so wunderbar enden, wie es angefangen hat, nämlich mal nicht mit einem Krankenhausbesuch an Neujahr. Geplant ist jedenfalls noch einiges und ich freue mich an Weihnachten nach Hause zu kommen und die meisten meiner Liebsten wieder zu sehen, vor allem meinen Freund, der jeden Tag wundervoll macht. Die anderen natürlich auch, meine alte WG, meine Familie und die alten Freunde in der Heimat. Wo wart ihr nur alle in letzter Zeit? Ich war wohl zu beschäftigt.

Ich kann mir nicht vorstellen früh aufzustehen und arbeiten zu gehen. Ich kann mir eh kein "normales" Leben vorstellen, man rutscht da wohl einfach so rein. Hoffentlich rutsch man nicht in so einen Trott, der einem nicht gefällt und dann kommt man da nicht mehr raus. Ich muss mir zum Glück noch keine Gedanken darum machen. Es ist alles schon sehr verrückt, das muss ich zugeben. Wahrscheinlich wird sich mein Leben nie mehr so sehr verändern wie in dern letzten Jahren, aber wer weiß schon, was auf uns alle zu kommt? Wahrscheinlich einfach nur Regen und Schnee und dann Sommer und Sonne.

Ich wünsche allen wenig Stress, super tolle Weihnachtstage und natürlich ein fast perfektes (weil perfekt langweilig ist) neues Jahr. Lasst uns das Beste daraus machen, unser Leben lieben und viel frische Luft atmen.

PS: Guckt eich die Sterne an. In meiner Stadt gibt es keine Sterne. Man sollte die kleinen Dinge genießen.